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Papiermachertradition seit dem 17. Jahrhundert

Die Familie Schulte ist eine alte Papiermacherfamilie. Der älteste nachgewiesene Vorfahr ist Wilhelm Schulte; man weiß, dass seine Frau am 9.Februar 1681 begraben wurde. Er war Papiermacher bei Vorster in Broich (heute ein Stadtteil von Mülheim an der Ruhr). Vor ihm sollen schon drei Generationen Papiermacher gewesen sein.

Auf Wilhelm Schulte folgen vier Generationen als Papiermacher, meist bei Vorster in Delstern bei Hagen, zuletzt bei Röpe in Johannestal bei Hemer, ehe Friedrich Schulte (1802-1872) auf Geheiß seines Vaters 1827 die erste Schulte-eigene Papiermühle in der Calle bei Iserlohn erbaute.

Friedrich Schulte hatte vier Söhne und eine Tochter. Die beiden ältesten Söhne Friedrich (1829-1900) und Julius (1831-1888) Schulte gründeten mit Otto Scheffen 1860 die Papierfabrik Gebr. Schulte & Scheffen. Mit dieser Papierfabrik wurde die Papierherstellung in Düsseldorf begonnen. Produziert wurde in erster Linie Zuckerpapier.

JULIUS SCHULTE machte sich 1886 selbstständig und gründete eine eigene Papierfabrik auf dem südlichen Düsselufer zur Herstellung von Pack- und Hülsenpapieren. Die Rohstoffbasis sämtlicher Papiere waren Lumpen und Altpapiere.

JULIUS SCHULTE starb 1888 kurz nach der Inbetriebnahme der Fabrik. Seine Nachfolge übernahm zunächst der älteste Sohn Emil (1861-1947). Es folgten augenscheinlich Auseinandersetzungen zwischen den Geschwistern, bis 1910 der zweitälteste Sohn - ebenfalls ein Julius (1868-1938) - die Geschäftsführung übernahm. Mitte der 1920er Jahre begann KURT POTHMANN, ein Enkel des Firmengründers, seine Tätigkeit in der Firma; er übernahm 1938 die Geschäftsführung aus den Händen seines Onkels Julius und wurde Alleingesellschafter. Ihm folgten in der Geschäftsführung seine Söhne Dieter (*1927) und Gert (1931-2008) Pothmann. Seit ihrem Ausscheiden wurde die operative Verantwortung in außer familiäre Hände gelegt; das Unternehmen befindet sich aktuell in 4. und 5. Generation in direkter Nachfahrenlinie des Gründers.




Geschichte von Julius Schulte Söhne GmbH&Co KG

« 1886 »

Gründung durch JULIUS SCHULTE (1831-1888).

« 1888 »

Es wurde auf einer Papiermaschine 1.700 to/a Pack- und Hülsenpapiere, sowie Rohdachpappe produziert. Die Rohstoffbasis sämtlicher Papiere waren Lumpen und Altpapiere.
Der älteste Sohn EMIL SCHULTE (1861-1947) übernahm nach dem Tod des Vaters ab 1888 die Leitung des Unternehmens.

« 1898 »

Es wurden auf zwei Papiermaschinen 7.000 to/a produziert.

« 1910 »

Der zweitälteste Sohn des Gründers JULIUS SCHULTE (1868-1938) übernahm die Geschäftsführung.

« 1927-1929 »

Steigerung der Produktionsmenge auf 8.600 to/a.

« 1931-1933 »

Produktionseinbruch durch Weltwirtschaftskrise: Es wurde nur an 181 Arbeitstagen produziert. Die Leistung sank auf 6.700 to/a.

« 1933-1934 »

Produktionssteigerung auf 13.400 to/a.

« 1938 »

KURT POTHMANN (1898-1984) übernahm die Geschäftsführung.

« 1943 »

Am 11. Juni brannte die Papierfabrik durch einen Bombenangriff vollkommen aus.

« 1945/1946 »

Wiederaufnahme der Produktion.

« 1950-1959 »

Modernisierung des Maschinenparks, beginnend mit einer neuen Holländeranlage, mit der Erneuerung der Papiermaschine 2, mit der Installation einer modernen Anlage zur Altpapieraufbereitung

« 1960 »

Um 1960 Ersatz der Papiermaschine 1 durch die Papiermaschine 3.

« 1967 »

Inbetriebnahme des mit Schweröl beheizten Kraftwerkes

« 1975 »

brach nach einer Überhitzung die Konjunktur zusammen, als die OPEC-Staaten einen politisch motivierten Boykott der Öllieferungen vornahmen.

« 1984 »

Die Söhne DIETER (*1927) und GERT (1931-2008) POTHMANN übernahmen die Geschäftsführung. Seit Ihrem Ausscheiden wurde die operative Verantwortung in außerfamiliäre Hände gelegt. Im Juli 1954 wurde der "Durchfahrbetrieb" an sieben Tagen in der Woche aufgenommen.

« 1990 »

Anfangs der 1990er Jahre wurde die Rohdachpappen-Erzeugung eingestellt. An die Stelle der Rohdachpappe wurde die Produktion von Kaschierkarton aufgenommen.

« 1993 »

Installation einer Gasturbine mit Abhitzekessel

« 2000 »

Es wurden 80.000 to/a an Produktion erreicht.

« 2003 »

Größere Investitionen flossen in Lärm- und Geruchsminderungsmaßnahmen sowie in eine anaerob-biologische Kreislaufwasser-Behandlungsanlage, die der Firma im Jahre 2003 den Effizienspreis NRW für produktions-integrierten Umweltschutz (PIUS) einbrachte.

« 2013 »

Die Produktion wurde auf 100.000 to/a ausgebaut.

Julius Schulte
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